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Bandoneon

Die Concertina ist Mitglied der Familie der Balginstrumente. Die Tonerzeugung erfolgt durch Metallzungen, die durch einen im Blasebalg erzeugten Luftstrom in Schwingung versetzt werden. Wie die Mundharmonika und das Akkordeon hat sich im deutsch-österreichischen Raum die Concertina in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus einer kleinen Zungenorgel (Wien 1818) entwickelt. Bei dem von mir gespielten Instrument handelt es sich um ein gleichtöniges (d.h. bei Druck und Zug erklingt der gleiche Ton), und es ist chromatisch gestimmt. Der Name ist eigentlich Definitionssache. Die einen sagen: „Na, des is koa Concertina, des is a Vorläufer vom Kussorow-Bandoneon!“ Die anderen sagen: „Na, des is koa Bandoneon, des is a gleichtönige Concertina!“ usw..Wie auch immer, die Hauptsache, sie lässt sich spielen und klingt! Und sie klingt auch recht gut mit ihrer Oktavstimmung, d.h. sie hat zwei Stimmzungen für jeden einzelnen Ton, welche im Oktavabstand gestimmt sind.

Mein Instrument stammt wohl aus den 20er / 30er Jahren des 20. Jh. und ist ein Vorläufer oder Ableger des Kusserow-Bandoneons. Mein Bandoneon wurde von meinem Vorbesitzer im Raum Altötting (NO-Oberbayern) besessen und hoffentlich auch gespielt. Der Schriftzug "El Cromatico" könnte auf eine gleichnamige böhmische Instrumentenbauwerkstatt verweisen, in der mein Instrument möglicherweise hergestellt worden ist. Für Hinweise und genauere Informationen über mein Instrument bin ich sehr dankbar.